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Handschuh schützt vor Alltags-Viren: Hygiene-Regeln helfen gegen Erreger-Ansturm in Schule und Büro

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„Gesundheit!“, sagt Corinna Martin. Was sich bei einem ersten Hinhören anhört wie eine gut gemeinte Reaktion auf das derzeit allgegenwärtige Niesen in Autobussen, Kaufhäusern, im Restaurant oder Klassenzimmer, meint die Fachapothekerin aus Neustadt mit großem Ernst. „Kaum ein Mensch macht sich in Deutschland noch Gedanken über die Gefahr, die von Infektionskrankheiten ausgeht“, sagt die Pharmazeutin. Zwar hat die so genannte Schweinegrippe für einen kurzfristigen Ansturm der Verbraucher auf Mundschutz, Latexhandschuhe und Desinfektionsmittel in den Supermarkt-Regalen geführt, dass aber Experten seit geraumer Zeit zur Umsicht raten, wenn es um Fragen der Alltagshygiene geht, sei in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet geblieben.

Als Beispiel nennt Corinna Martin das angesprochene Niesen: Zwar raten wohlmeinende Eltern dem verschnupften Nachwuchs immer wieder dazu, die Hand vor den Mund zu halten. Den zahllosen, auf diesem Weg verbreiteten Viren stellt diese Vorsichtsmaßnahme jedoch kein ernst zu nehmendes Hindernis in den Weg. Dies umso weniger, wenn sich der Sprössling anschließend als wohl erzogen erweißt und Bekannten die solcherart kontaminierte Hand artig zum Gruß hinstreckt. Dagegen hilft, sagt Corinna Martin, ein einfacher Handschuh. Den gibt es – in allen Farben, Materialien und passend zu der jeweiligen Oberbekleidung – in ausgewiesenen Fachgeschäften und er ist, bestätigt Andrea Veth, mehr als ein Accessoires für modebewusste Zeitgenossen beiderlei Geschlechts: In dritter Generation führt die gelernte Modistin ein Hutmodengeschäft in der Altstadt von Speyer und auch bei „Hut Beisel“ hatte die „Schweinegrippe“ für erhöhte Nachfrage nach Schaltüchern und Handschuhen geführt.

Dass vor allem letztere einen sinnvollen Schutz in Zeiten mangelhafter Allgemeinhygiene bieten, bestätigt Prof. Dr. Martin Exner vom Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn. In einem Aufsatz des Wissenschaftlers für das „Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz“ warnte der Experte schon 2008 vor der enormen Fähigkeit der Krankheitserreger, auf – auf den ersten Blick – sauberen Flächen zu überleben. Corinna Martin: „Schon kleine Kinder bekommen gesagt, dass sie sich nicht auf die Brillen öffentlicher Toiletten setzen sollen.“ Vor den Gefahren die auf einem Türgriff lauern – nicht nur der Toilette; sondern des Klassenzimmers oder eines Restaurants – werde aber nicht gesprochen. Dabei reiche ein einzelner, zum Beispiel mit dem Noro-Virus besiedelter, Türgriff, um 14 Personen über Tage mit einer Sonderform des gefürchteten Brech-Durchfalls anzustecken.

Als eine geeignete Vorsichtsmaßnahme empfiehlt die Fachfrau – neben passenden Handschuhen, die, glaubt man dem seligen Freiherren Knigge, die Dame von Welt auch bei Begrüßungen nicht abzulegen braucht – eine umfassende Hygiene-Aufklärung, die schon in Kindergärten und Schulen einsetzen sollte. Corinna Martin: „Die wenigsten Eltern sind sich der Gefahren bewusst, die von Viren im Alltag ausgehen. Umso wichtiger sei es, dass Kinder  möglichst früh lernten einfach Hygienemaßnahmen zu beachten und im Umfeld der Familie umzusetzen.

Die Kutsche kommt: Traditionelles Fahren zeigt Kunst und Kultur vergangener Tage

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Lange Zeit waren sie aus dem Straßenbild unserer Städte verschwunden: Kutschen galten als altertümlich und die Kunst, Pferde vor einen Wagen zu spannen, geriet beinahe in Vergessenheit, angesichts der Flexibilität und Beweglichkeit, die das Automobil der modernen Gesellschaft bietet. „Einer Handvoll Liebhabern verdanken wir es, dass das ‚Kulturgut Kutsche’ im 21. Jahrhundert angekommen ist“, sagt Andrea Veth. In dritter Generation führt die gelernte Modistin ein Hutmoden-Geschäft in der Altstadt von Speyer. Mit dem „Pferde-Virus“ hatte sich die heute 44-Jährige schon als kleines Mädchen angesteckt und so finden Reiter und Fahrer bei „Hut Beisel“ eine begeisterte Ansprechpartnerin geht es um Fragen der passenden
Kopfbedeckung für alle Lebenslagen.

Die Fachfrau ist davon überzeugt, dass der Aufschwung, den die alte Kunst des Kutschfahrens genommen hat, auch der steigenden Zahl von Tourismus-Büros und Pferdesportvereinen zu verdanken ist, die Kutschen und Fahrer als Magnete für ihre Veranstaltungen entdecken. Und dabei finden sich, so Andrea Veth, auch immer mehr Freunde des traditionellen Fahrens zusammen, die das Reise- und Transportvehikel vergangener Generationen mit großem Engagement am Leben erhalten. Veth: „Es steht  nicht der Wettkampf an vorderster Stelle, sondern die Equipage an sich: Die schmucke Einheit zwischen Pferd, Wagen, Geschirr und Fahrer.“ Und wenn schon die Besatzung bei „kleinen“ Fahrturnieren an eine entsprechende Kleiderordnung gebunden ist, so wird diese bei den Traditions-Fahrten perfektioniert.

„Zu einem Muss für jeden Fahrer, der etwas auf sich hält, gehört die passende Kopfbedeckung“, sagt Andrea Veth. Besonders Interesse hat die Fachfrau dabei an den feinen Unterschieden. Ein Beispiel bieten graue und schwarze Zylinder, die im ersteren Fall signalisieren, dass der Fahrer gleichzeitig der Besitzer des Gespannes ist. Der schwarze Zylinder hingegen schmückt den Kopf des Beifahrers. Und natürlich erkennt der Eingeweihte den echten Fahrzylinder an dem schmalen Ripsband, im Unterschied zu einem Herrenzylinder, der sich mit einem breiten Bande schmücken darf.

Zu einer Stadtanspannung ist übrigens eine passende Kopfbedeckung ebenso unerlässlich wie zu einer so genannten Landanspannung. Hier jedoch treiben Baseball-Kappen und Schlapphüte dem Kenner ein Schaudern über die Kopfhaut. „Das Gesamtbild muss passen“, ist auch Andrea Veth überzeugt und empfiehlt je nach Gespann und Kutscherkleidung eine weiche Mütze, die Melone oder ein breitkrempiger Hut, „allerdings nicht das Modell ‚John Wayne’“. Vergleichbares gelte übrigens auch für Damen auf dem Kutschbock, denen die moderne Zeit erlaubt, endlich selber die Leinen in die Hand zu nehmen. „Eine echte Dame erkennt man eben zu allen Gelegenheiten“, ist Andrea Veth überzeugt und das gelte selbstverständlich auch für den stilechten Ausflug mit Pferden und Wagen. Wer mehr wissen möchte bekommt eine umfassende Beratung bei Hut Beisel in Speyer.